Die Grand Tour des Adels



Bekannt geworden ist die Grand Tour auch als Kavalierstour oder als Kavalierreise sowie als Junkerfahrt. Herausgebildet hat sich diese Form der Reise innerhalb des Zeitalters der Renaissance. In den Kreisen des Adels galt die Grand Tour als üblich für die Söhne, die aus den Adelshäusern von Europa stammten. Zu einem sehr hohen Anteil wurden diese Reisen von den Söhnen durchgeführt. Doch es gab auch einige Töchter aus höherem Hause, die diese Grand Tour angetreten haben. Der Brauch dieser Reise hat natürlich dann weitere Kreise gezogen. So nahmen dann die Söhne, die aus dem besseren Bürgertum kamen, diese Reise war.

Dabei führten diese Reisen, eben die Grand Tour, in verschiedene Länder in Mitteleuropa. Ziele waren also dann beispielsweise Italien und Spanien sowie das Heilige Land. Diese Bezeichnung ist allgemein-religiöser Herkunft. Damit wurde aus geografischer Sicht das historische Gebiet vom damaligen Israel bezeichnet. Das wichtigste Ziel jedoch auf diesen Reisen sollte Italien sein, dessen Einflüsse sich später vielfach in anderen Ländern zeigten.

Und doch gab es auch eine Zeit, in der nicht nur Söhne aus den Adelshäusern auf Reisen gingen. Viele Erwachsene der Stände gingen einst auf Bildungsreisen, die dann auch als Grand Tours bezeichnet wurden.

In der Literatur ist natürlich ganz besonders viel über diese Form der Reisen zu finden. Niedergeschrieben wurden sehr viele Informationen im 18. Jahrhundert und das hauptsächlich in England. Hier erfuhr die Grand Tour zu dieser Zeit eine besondere Bedeutung. Oft hatten die jungen adligen Söhne gerade ihre Studien beendet. Nun begaben sie sich auf Reisen. Dabei war dann stets ein Tutor an ihrer Seite. Damit sollte ihre Ausbildung endgültig beendet werden.